Akupunktur-Meridian-Übungen

Ist die Energie im Fluss, hat man keine Beschwerden, was nicht fließt, verursacht Schmerzen

1. Kurze Geschichte der Akupunktur

Verschiedene spitze stumpfförmige Steine und Bambusholz benutzte man in Asien vor 5000-6000 Jahren gegen Beschwerden und Erkrankungen zur Linderung von Schmerzen. Auch die Natur spielte für die Entwicklung der Akupunktur eine große Rolle. Die Mediziner stellten damals fest, dass sich durch leichten Druck der Steinspitze bei den erkrankten Menschen Leid und Schmerzen deutlich verbesserten. Das war eine gute Basis für die Entwicklung der Akupunktur.

Durch die wissenschaftliche Entwicklung der Welt wurden statt Steine Nadeln aus als Metall verwendet und bis heute weiterentwickelt und stabilisiert. Im 2.Jahrhundert wurden bereits Leitbahnen, Stichtechniken, Indikationen und bestimmte Akupunkturpunkte beschrieben und aufgezeichnet und im Laufe der Jahrhunderte entstanden weitere wichtige neue Methoden auf dem gesamten Gebiet. Diese uralte Heilmethode ergänzt gut die heutige Schulmedizin. Sie hat sich in den letzten Jahren als hocheffiziente und dabei nebenwirkungsarme Behandlungsart fest etabliert.

2. Grundlage

Nach den Vorstellungen der östlichen Tradition durchströmt Qi (Lebensenergie und Lebenskraft) in zyklischer Abfolge auf definierten Energie-Leitbahnen, den Meridianen, den Körper. Es ist auf Gleichgewicht und Harmonie ausgerichtet.

Insgesamt gibt es zwölf symmetrisch verlaufende Hauptmeridiane, die jeweils einem bestimmten Körperorgan oder Organsystem zugeordnet sind. Die Hauptmeridiane sind paarig jeweils auf der rechten und linken Körperseite vorhanden und nach dem Organ oder Organsystem benannt, welches sie energetisch versorgen, z. B. Blasenmeridian, Lebermeridian, usw.

Der freie und ausreichende Fluss des Qi ist die Voraussetzung für die Gesundheit und wirkt sich auf das körperliche und seelische Wohlbefinden gleichermaßen aus.

Ein Krankheits-Symptom ist entsprechend dem energetischen Menschenbild Zeichen eines Qi-Ungleichgewichts und weist grundsätzlich auf Disharmonien im Energiefluss hin. Ein Zuviel an Qi kann ausgeleitet, ein Mangel an Qi kann aufgefüllt und krank machendes Qi kann „vertrieben“ werden.

Der Mensch unterliegt energetischen Einflüssen von außen (u. a. aus der Natur, von Sonne, Sonne, Mond und Sternen - äußerer Energiekreislauf) und ist von einem inneren energetischen Potenzial durchdrungen (innerer Energiekreislauf).

Die zugrunde liegende Vorstellung bei dieser Methode ist folgende: Der Mensch ist an den Anfangs- und Endpunkten jedes Meridians über energetische Leitung mit dem äußeren Energiekreislauf, mit der Natur verbunden. Diese Energieströme wirken über die 24 Meridian-Anfangspunkte der zwölf Meridianpaare auf das menschliche Körpersystem ein.

Für jeder Meridian gibt es einen eigenen Energie-Ausgang und -Eingangspunkt. Über den Meridian-Anfangspunkt tritt Qi ein, und über den Meridian-Endpunkt wird die verbrauchte oder überschüssige Energie abgegeben.

Sind die Anfangs- und Endpunkte geöffnet und alle 24 Paar Verbindungen vollständig intakt, so ist die wesentliche Voraussetzung für den natürlichen Kreislauf von Energieaufnahme aus der Natur und die Energieabgabe in die Erde erfüllt. Ist diese gegeben, befinden sich Körper, Seele und Geist in Harmonie.

Durch unterschiedliche Ursachen (psychische Belastungen, Rauchen, erhöhten Alkohol- genuss, Umweltbelastungen) kann es zu Störungen an den Meridian-Anfangs- und Endpunkten kommen. Je länger eine Störung andauert, z.B. bei einer lang anhaltenden Erkrankung, umso schwächer wird die Verbindung, unterbrochen und es kann passieren, dass das bewirkt, dass der Mensch erkrankt. Die Energie fließt in diesem Falle nicht Körper aufwärts. Langjährige Energieleitbahn-Störungen sind an kleinen Beulen und Rötungen zu erkennen.

Über gezielte Akupunkturnadeln  wird zusätzlich der Qi-Fluss im Inneren des Körpers reguliert. Je nach Bedarf und Notwendigkeit werden vorhandene Energie- Ungleichgewichte in den Meridianen ausgeglichen, Blockaden des Qi-Flusses gelöst, der Qi-Fluss gekräftigt oder „krankhaftes“ Qi aus dem Körper ausgeleitet.

Das System der Energieleitbahnen gleicht einem Stromnetz, das eine ganze Stadt mit Energie versorgt. Innerhalb eines jeden Meridians gibt es eine der jeweiligen Leitbahn spezifische Fließrichtung, die immer vom Meridian-Anfangspunkt zum Meridian-Endpunkt verläuft.

3. Akupunkturmeridiane

1. Lungen-Meridian (P)

Die Lungen-Funktionsenergie geht aus der Leber-Funktionsenergie hervor und geht über in die Dickdarm-Funktionsenergie. Der Lungen-Meridian beginnt am oberen, vorderen Brustkorb im 1. Zwischenrippenraum. Er verläuft auf dem vorderen Anteil der Innenseite des Oberarms entlang über die Ellenbeuge, über die radialen Anteile der Innenseite des Unterarms, den Daumenballen entlang zur radialen Seite des Daumens. Endpunkt ist der radiale Nagelwinkel des Daumens.

Für die Akupunktur gibt es insgesamt wichtige 6 Punkte auf dem Lungen-Meridian.
(Erklärung: 1 Cun = 1 Daumen; 3 Cun = 4 Finger ohne Daumen) 

P 1

befindet sich 2 Finger unter dem äußeren Ende des Schlüsselbeins in einer Lücke

P 2

der Punkt liegt über P1, jedoch unmittelbar unter dem Schlüsselbein

P 3

in normal stehender Position von der Achselfalte direkt 2 Cun nach außen

P 5

in der Mitte der Ellbogenfalte neben der Bizepssehne an der Außenseite

P 7

ist am einfachsten zu finden, wenn man den Patienten Daumen und Zeigefinger beider Hände überkreuzen und den Zeigerfinger neben der Daumensehne auf die innere Seite legen lässt. (auf die Handaußenseite)

P11

befindet sich am Daumennagelfalzwinkel auf der radialen Seite (zum Zeigefinger hin)

Indikationen: Schulter-Arm-Syndrom, Schnupfen, Zahnschmerzen, Tennisellbogen, Lungenkrankheiten, Lustlosigkeit, leichte Depression, Husten, allgemeine Schwäche, Sehnen-Muskelverhärtungen im Bewegungsapparat:
Schulter, Arm, Hand; Dickdarm- Beschwerden

2. Dickdarm-Meridian (IC)

Die Dickdarm-Funktionsenergie geht über in die Magen-Funktionsenergie.

Die Dickdarmfunktionsenergiestrom beginnt am daumenseitigen Nagelwinkel des Zeigefingers, läuft den Zeigefinger entlang und an der radialen vorderen Außenseite des Arms zur Schulter, seitlich den Hals entlang zum Mundwinkel, kreuzt oberhalb der Oberlippe zur Gegenseite und endet seitlich der Nase.

Auf dem Dickdarm-Meridian befinden sich insgesamt 5 wichtige Punkte:

IC  1

am Nagelfalzwinkel des Zeigefingers auf der Daumenseite.          

IC  5

in einer Vertiefung an der Handgelenkfurche auf der Daumenseite bei gespreizten Fingern.

IC 11

bei 90° gebeugtem Ellenbogen auf der radialen Seite am Ende der Ellbogenfalte.

IC 15

hebt der Patient seinen Arm hoch an, findet sich eine sichtbare und tastbare Vertiefung an der Schulter.                                      

IC 20

auf dem Gesicht neben dem Nasenflügel

Indikationen: Hand- und Armschmerzen, Schnupfen, Gesichtsschmerzen, Niesen, Zahn-Schmerzen, Knieschmerzen, Bauchbeschwerden, Verdauungsstörung, Durchfall, Verstopfung, Schmerzen und Muskel-und Sehnenverhärtungen im Bewegungsapparat:
Schulter, Arm, Hand, Lungenbeschwerden

Magen-Meridian (S)

Nachdem sich die Dickdarm-Funktionsenergie in die Magen-Funktionsenergie gewandelt hat, fließt sie zu einem Punkt hinaus, der sich am unteren Rand der Augenhöhle auf der Höhe der Mitte der Augenbraue befindet. Von hier zieht sie abwärts bis zum Kieferwinkel. Dort vereinigt sie sich mit einem zweiten Ast, der in der Schläfengegend seinen Ursprung nimmt. Von dort läuft die Magen-Funktionsenergie über den Brustkorb und Bauch zur vorderen Seite des Oberschenkels. Am Unterschenkel zieht sie seitlich des Schienbeins bis zur zweiten Zehe (Außenseite, am Nagelfalzwinkel).

Die Magen-Funktionsenergie geht über in die Milz-Funktionsenergie.

Auf dem Magen-Meridian befinden sich insgesamt 10 wichtige Punkte für die Behandlung:  

S  1

unter der Pupille am unteren Rand des Knochens; bei geradem Blick ungefähr 0,7 Cun senkrecht unter der Pupille.                   

S  4

 0,4 Cun lateral des Mundwinkels

S  5

direkt an der Lachmuskulatur bildet sich beim Beißen eine kleine Muskelvergrößerung am Unterkiefer

S 17

auf der Brustwarze (Hinweis um die Meridianbahn zu finden, nicht Massage)

S 25

2 Cun seitlich von der Nabelmitte des Bauchnabels  

S 31

am Oberschenkel an der Sehne der vorderen Oberschenkelmuskulatur

S 35

am äußeren Knieauge in einer Vertiefung  

S 36

3 Cun unterhalb des Unterrandes der Kniescheibe

S 41

am Fußrücken zwischen den Sehnen der großen und kleinen Zehen

S 45

an der zweiten Zehe am Außennagelfalzwinkel                

Indikationen: Magenbeschwerden, Milzbeschwerden, Nasenbluten, verminderter Speichelfluss, Zahnschmerzen, Gesichtsschmerzen, Gesichtslähmung, Heiserkeit, Erkältung, Kiefernsperre, Schluckauf; Brustdrüsenbeschwerden; Hals-Arm-Syndrom: Ellbogenschmerzen, Schmerzen in der Leistengegend; Verdauungsstörungen, Durchfall, Unter-und Mittelbauchschmerzen, Schmerzen und Muskel-Sehnen-Verhärtungen im Bewegungsapparat:

Nacken, Brust, Hüfte, Knie, Fuß.

4. Milz-Meridian, Pankreas (L)

An der Innenseite des großen Zeh steigt die Milz-Funktionsenergie vom inneren Fußgelenk durch die Ferse auf und am Innenbein hoch. Auf der Rückseite des Knies fließt der Strom an der Innenseite des Schenkels herauf zur Leistenbeuge. Von dort steigt die Milz- Funktionsenergie weiter herauf bis zur 9. Rippe und über den Brustkorb in die Nähe der Achselhöhle.  

Wichtige Milz-Meridianpunkte:

L 1

an der Innenseite des großen Zeh seitlich am Nagelfalzwinkel         

L  5

am vorderen unteren Rand des Innenknöchel (am Knochenrand entlang orientieren)                                                

L  9

im Innenauge des Knies                           

L 15

6 Cun entfernt seitlich vom Bauchnabel                                

L 21

im 6. Zwischenrippenraum auf der Axilliarlinie (Höhe Brustende)         

Indikationen: Fußschmerzen, Knieschmerzen, Schmerzen in der Leistengegend, Magenbeschwerden,Unter-Oberbauchbeschwerden, Verdaungsstörungen, Durchfall. Rippenschmerzen, Rippenfellreizung, Herz-Kreislaufbeschwerden, Schmerzen und Muskel-Sehnenverhärtungen im Bewegungsapparat:
Hüfte, Knie, Fuß und Halus Valgus

5. Herz-Meridian (C) 

Der Beginn des Herzmeridians liegt in der Achselhöhle. Von dort zieht er an der Innenseite des Arms entlang und endet auf dem kleinen Finger.Die Herz-Funktionsenergie geht über in die Dünndarm-Funktionsenergie.

Wichtige Herz-Meridianpunkte:

C 1

1 Cun abwärts von der Mitte der Achselfalte.                             

C 3

bei 90°gebeugtem Ellenbogengelenk am medialen Ende der Ellenbogenfalte

C 7

an der Handfläche bei leichter Faust unter dem kleinen Finger

C 9

am Innennagelfalzwinkel des kleinen Fingers

Indikationen: Bluthochdruck, Kreislaufstörung, Bluthochdruck; Schlaflosigkeit, innere
Unruhe, Schmerzen und Sehnen-Muskelverhärtungen im Bewegungsapparat:
Schulter, Ellbogen und Hand, Lähmungen und Gefühllosigkeit im Hand- Armbereich,
Dünndarm-Beschwerden

6. Dünndarm-Meridian (IT)

Von der Außenseite des Fingernagels des kleinen Fingers fließt die Dünndarm- Funktionsenergie an der Außenseite der Hand, dann an der Außenseite des Arms den Ellenbogen hinauf bis zur Schulter, danach auf der Rückseite den Hals entlang über den Kieferwinkel bis zum Ohr.

Die Dünndarm-Funktionsenergie geht über in die Blasen-Funktionsenergie.  

Wichtige Dünndarm-Meridianpunkte:

IT 1

an der Außenseite des Nagelfalzwinkels des kleinen Fingers                                

IT 8

bei gebeugtem Arm im Bereich in einer Vertiefung/Lücke zwischen Ellbogen-Knöchelchen und Ellbogenspitzknochen (von P 1 zu P 2 sich am Rand des Knochens orientieren).            

IT10

am unteren Rand des Schulterknochens, senkrecht unter der Achselfalte

IT11

in der Mitte des Schulterblattknochens

IT14

an der oberen Ecke des Schulterblattes auf der Wirbelsäulenseite  

IT18

an der Kreuzung zwischen den zwei Linien vom Augenaußenrand abwärts und von der Nasenspitze zum Ohr

IT19

vor der kleinen Ohrmuschel

Indikationen: Schulter-Arm-Schmerzen, Ellbogenschmerzen, Tinnitus, Ohrenschmerzen, Hörstörungen, Zahnschmerzen, Heiserkeit, Darmstörungen, Gesichtsschmerzen, Kopfschmerzen, Lähmungserscheinungen und Gefühllosigkeit, Muskel- und Sehnenschmerzen im Schulter– und Armbereich, Herzbeschwerden. 

7. Blasen-Meridian (V)

Die Blasen-Funktionsenergie fließt an der Innenseite des Auges über die Stirn nach oben zum Scheitel und weiter über den Hinterkopf nach unten zum Nacken. Von dort fließt sie parallel zur Wirbelsäule, die beiden Seiten entlang der Wirbelsäule zum Lumbalbereich und über die Mitte des Oberschenkels und der Wade an der Außenseite des Fußes zur kleinen Zehe.

Die Blasen-Funktionsenergie geht über in die Nieren-Funktionsenergie. 

Wichtige Blasen-Meridianpunkte:

V  1

am inneren oberen Augenrand

V 10

im Nackenbereich, neben der Kopfwendermuskulatur

V 23

auf der Höhe des Bauchnabels und 2 Cun seitlich vom Dornfortsatz am Rücken

V 36

an der Mitte der Oberschenkelfalte

V 40

an der Mitte der Kniekehle

V 60

zwischen dem Außenknöchelchen und der Achillessehne

V67

am Nagelfalzwinkel der kleinen Zehe

Indikationen: Kopfschmerzen, Migräne, Augenkrankheiten, Schnupfen, Gesichtsschmerzen, HWS-Syndrom, BWS-Syndrom, LWS-Syndrom, Organstörungen, halb-seitige Lähmungen, Ischialgie, Kreislaufbeschwerden, Ischialgie, halbseitige Lähmungen, Schluckauf, Verdauungsstörungen, müde und schwache Beine, Schmerzen und Muskel- und Sehnenverhärtungen im Bewegungsapparat:
Nacken, Rücken, Knie, Fuß, allgemeine Erschöpfung, Nierenbeschwerden.

8. Nieren-Meridian (R)

Die Nieren-Funktionsenergie beginnt in der Mitte der Fußsohle und verläuft dann unterhalb der Innenseite der Ferse und steigt an der Innenseite des Beins auf zum hinteren Drittel der Leiste, wo sie durch die innere Leistenbeuge zum Rektum fließt. Von dort nimmt sie ihren Verlauf parallel zur Mittellinie des Rumpfs über den Bauch und endet an der Verbindung des Brustbeins zum Schlüsselbein.

Die Nieren-Funktionsenergie geht über in die Herzbeutel-Funktionsenergie. 

Die wichtigsten Nieren-Meridianpunkte:                   

R  1

in einer Vertiefung auf der Mitte der Fußsohle zwischen 2 und 3 Mittelfußknochen

R  4

hinter dem Innenknöchelchen                                  

R10

am inneren Ende der Kniefalte                                 

R16

neben dem Bauchnabel. (1 cm neben dem Bauchnabel, dann direkte Linie nach oben verbinden bis zum Schlüsselbein hoch ziehen)             

R27

liegt unter dem Schlüsselbein 2 Cun seitlich von der Mittellinie      

Indikationen: Nieren- und Blasenbeschwerden, Magen- und Darmbeschwerden, Brustschmerzen, psychosomatische Beschwerden, Angstzustände, innere Unruhe; Schmerzen und Muskel- und Sehnenverhärtungen im Bewegungsapparat:
Hüfte, Knie, Fuß

9. Herzbeutel-Meridian (Pericard) (PC) 

Der Herzbeutelmeridian beginnt an der seitlichen Wand des Brustkorbs seitlich der Brustwarze und verläuft auf der Mitte der Innenseite des Arms in die Richtung Daumen gelegene Seite des Mittelfingers.
Die Herzbeutel-Funktionsenergie geht über in die Dreifacher-Erwärmer-Funktionsenergie.

Pc1

befindet sich 1 Cun seitlich der Brustwarze. und im 4. Zwischenrippenraum.

Pc3

in der Mitte der Ellenbogenfalte auf der Innenseite der zweiköpfigen Muskelsehne.
Zieht man einen Strich von Pc 1 und Pc 2 nach oben, treffen sich beide Meridiane in einem Kreuzpunkt. Der Meridian verläuft in diesem Bogen am Arm entlang.

Pc7

in der Mitte der Handgelenkfalte, an der Handflächenseite     

Pc9

an der Spitze des Mittelfingers                                  

Indikationen: Kreislaufstörung, Erschöpfung, Schlafstörung; Schluckauf, Verdauungsbeschwerden, Schmerzen und Muskel- und Sehnenverhärtungen im Bewegungsapparat:
Schulter, Arm, Ellbogen, Handgelenk.

10. Dreifacher Erwärmer (T)

Dieser Meridian zieht an der Außenseite des Ringfingers über das mittlere Drittel auf der Außenseite des Arms zur Schulter und den Hals entlang. Von dort verläuft er hinter dem Ohr um den Ansatz der Ohrmuschel herum über den Jochbogen zur Schläfe und endet am äußeren Ende der Augenbrauen.
Die Dreifacher Erwärmer-Funktionsenergie geht über in die Gallenblasen-Funktionsenergie                                     

T  1

neben dem Ringfingernagel (Richtung kleiner Finger)                         

T10

1 Cun hinter und oberhalb des Ellenbogenknochens beim Beugen in einer Vertiefung       

T14

von T 10 einen geraden Strich nach oben ziehen bis zum Schulterrand, bei angehobenem Arm in der hinteren der beiden Vertiefungen auf der Schulter

T17

schräg unterhalb des Ohrläppchens, an der Stelle, wo das Ohrläppchen den Hinterohrknochen berührt

T21

oberhalb vom vorderen Ohrknorpel (Tragus)                         

T23

in einer Vertiefung am äußeren Ende der Augenbraue

Indikationen:  Kopfschmerzen, Migräne, Gesichtsschmerzen; Schulter-Arm-Hand Schmerzen, Tennis-Ellbogen, Golf-Ellbogen, neurologische Erkrankungen im Schulter- Armbereich, Schmerzen und Muskel- und Sehnenverhärtungen im Bewegungsapparat: Nacken, Schulter, Arm und Hand; Kurzsichtigkeit, Verdauungsstörungen, Schluckbeschwerden, verminderter Speichelfluss, gespannter Bauch, Herz-Kreislauf- Beschwerden, allgemeine Schwäche. 

11. Gallenblasen-Meridian (F)

Der Gallenblasen-Meridian zieht vom seitlichen Augenwinkel über die Schläfenregion hinter dem Ohr herum, dann wieder zurück bis zur Stirn und im weiten Bogen um das Ohr zum Nacken. Von dort verläuft er neben der Mittellinie (der sinarteria regens, „Leitbahn der Steuerung“ oder auch „Lenkergefäß“, „Gouverneurgefäß“) bis zur Schulter und von dort auf der vorderen Brustwand bis zur zwölften Rippe und Lende. Über das Hüftgelenk zieht er auf der Außenseite des Ober- und Unterschenkels über das Sprunggelenk zum Fuß und endet auf der Außenseite der vierten Zehe.

Die Gallenblasen-Funktionsenergie geht über in die Leber-Funktionsenergie. 

Auf der Seitenposition durchführen                                

F1  

neben dem Auge außen

F2

unterhalb des Ohrknorpel (Tragus)

F14

in der Mitte der Augenbrauen               

F20

am Nacken unterhalb der Haargrenze

F25

an der 12. Rippenspitze

F30

auf dem Hüftgelenk

F31

auf der Außenseite des Oberschenkels zwischen dem Oberschenkel und der Sehne in der Lücke, an der Außenseite des Oberschenkels 7 Cun oberhalb der Kniegelenksfalte, bei stehenden Patienten und herabhängendem Arm an der Stelle, wo die Mittelfingerspitze die Hosennaht erreicht.

 F40

an der vorderen und unteren Seite des Außenknöchelchens  (Richtung kleiner Zeh)

 F44

außen am vierten Zeh (Richtung kleiner Zeh)

  

Indikationen: Schulter-Arm-Syndrom; Tinnitus, Hüftgelenkbeschwerden,Völlegefühl in Brust und Bauch, Schluckauf, halbseitige Lähmungen, Kopfschmerzen, Schmerzen und Muskel- und Sehnenverhärtungen im Bewegungsapparat: Nacken, Schulter, Rippen, Hüfte, Knie, Fuß; Seh- und Hörstörungen, Gesichtsschmerzen, Husten, Gallenblasenbeschwerden, Leberbeschwerden, Rippenschmerzen, Brustdrüsenbeschwerden, Schmerzen im Flankenbereich.

 12. Lebermeridian (H) 

Die Leber-Funktionsenergie beginnt an der Innenseite der großen Zehe und verläuft im mittleren Drittel an der Innenseite des Schenkels über den Bauch bis zur vorderen Mitte des Brustkorbs. Sie endet unterhalb der Brustwarze.

Die Leber-Funktionsenergie schließt den Kreis und geht über in die Lungen-Funktions-Energie.                                

H  1

Innenseite großer Zeh (Richtung 2. Zeh)                       

H  3

zwischen den Mittelfußknochen der 1. und 2. Zehe in einer Vertiefung ca. 1,5 Cun proximal vom Fußgelenk

H  4

an der vorderen und unteren Seite des Innenknöchelchens     

H 12

3 Cun entfernt von der Mittellinie nach außen an der Schambeinoberkante

H 14

3 Cun unterhalb der Brustwarze                               

Indikationen: Leber- und Gallenblasenbeschwerden, Verstopfung, Bauchschmerzen, Schmerzen im Bewegungsapparat:
Fuß, Knie, Hüfte, Husten, Asthma, Kopfschmerzen, allgemeine Schwäche.

 

 

© Nasanbayar Bodigerel